Lions Club-Mitgliederverzeichnis: 1.200 Seiten in 35 Minuten

 

Lions Mitgliederverzeichnis – automatisiert von pixelstaub, gedruckt von Schürmann&Klagges
Lions Mit­glie­der­ver­zeich­nis – auto­ma­ti­siert von pixel­staub, gedruckt von Schürmann&Klagges

Ein Pro­jekt, das pixel­staub seit eini­gen Jah­ren betreut, ist der auto­ma­ti­sche Satz des Lions Club Inter­na­tio­nal Mit­glie­der­ver­zeich­nis­ses. Das rund 1.200 Sei­ten starke Buch (siehe Bil­der) erscheint jähr­lich und wurde bis 2012 hän­disch von einem drei­köp­fi­gen Gra­fi­ker­team in meh­re­ren Wochen gesetzt und umbrochen.

2012 kon­tak­tierte mich die Bochu­mer Dru­cke­rei Schürmann&Klagges um mich mit der Auto­ma­ti­sie­rung des Work­flows zu beauftragen.

Daten­ba­sis hier­für bil­dete eine 150 MB große XML-Datei – was nur im ers­ten Moment prima (cool: »yes: struk­tu­rierte Daten« …) klingt …
Auf­grund der Datei­größe wei­gerte sich näm­lich InDe­sign schlicht­weg, das XML-File zu impor­tie­ren und quit­tierte das Bemü­hen jeweils mit einem Absturz (womit auch eine Ver­schlan­kung des XML  – durch XSL – wäh­rend des Imports gestor­ben ist).  Damit nicht genug: Tat­säch­lich wei­ger­ten sich selbst an einem sehr leis­tungs­fä­hi­gen Mac-System sämt­li­che Text­edi­to­ren, das aus meh­re­ren Mil­lio­nen Code­zei­len beste­hende Daten­file zu öffnen.

Abhilfe schaffte eine Koope­ra­tion mit der Pro­gram­mie­re­rin Ema­nuela Hoch­wie­ser. Gemein­sam ent­wi­ckel­ten wir einen mehr­stu­fi­gen Workflow.
Im ers­ten Step ver­schlankt ein php-basierter Algo­rith­mus die Daten, fasst diese zusam­men, sor­tiert und lie­fert das dar­aus resul­tie­rende XML so, wie es im Nach­fol­ge­schritt im InDe­sign gebraucht wird.

Diese Daten wer­den anschlie­ßend auto­ma­tisch mit For­ma­tie­run­gen (etwa Tabel­len) ange­rei­chert und flie­ßen nach InDesign.
Dort erle­digt ein Zusam­men­spiel aus einem Tem­plate und eini­gen Skrip­ten die rest­li­che Arbeit, baut die benö­tig­ten Sei­ten (basie­rend auf dem vom Kun­den gewünsch­ten Sei­ten­um­fang) auf, wen­det defi­nierte Umbruch– und Satz­re­geln an gene­riert lebende Kolum­nen­ti­tel (die deut­lich über inDe­signs Bord­merk­male hin­aus­ge­hen) und erzeugt einen alpha­be­ti­schen Index.

Vom Import der Daten ins Sys­tem bis zur druck­fer­ti­gen PDF-Datei ver­ge­hen etwa 35 Minu­ten (eine Arbeit, die zuvor über Wochen von einem Drei­er­team aus erfah­re­nen Gra­fi­kern hän­disch geleis­tet wurde). Nach dem auto­ma­ti­schen Satz wird das Buch in einer Auf­lage von 50.000 Stück gedruckt.

Da es sich bei den Ver­zeich­nis­sen um sen­si­ble Adress­da­ten han­delt, kann ich hier aus Kun­den– und Daten­schutz­grün­den lei­der keine Innen­sei­ten zeigen.

Anbei aber noch ein paar Impres­sio­nen aus der Dru­cke­rei (eine Halle vol­ler Bücher, die durch unse­ren Algo­rith­mus gene­riert wur­den live zu sehen – das macht dann – neben der tol­len Zusam­men­ar­beit mit dem Auf­trag­ge­ber – WIRKLICH mal rich­tig Spaß 🙂

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Mal schnell 9.000 Icons machen …

Kürz­lich fragte ein Kunde an, der fol­gen­des geplant hatte: In einem Intranet-Druckportal soll­ten alle dort zur Aus­wahl ste­hen­den Druck-Produkte jeweils mit einem Icon sym­bo­li­siert wer­den. Sche­ma­tisch also grob so:

ICN2ICN1

Jedes der Icons sollte dabei Auf­schluss über Sei­ten­um­fang und Falz­ung des Umschlags (z.B. Zickzack-Wickel-Kombi-, Kreuzbruch-, oder Sonstwie-Falz) sowie über die Anzahl an Sei­ten im Inn­nen­teil geben und in zwei Abbildungs-Varianten (ein­mal als Drauf­sicht, ein­mal per­spek­tisch) vorliegen.

Der Abbil­dungs­maß­stab soll dem Papier­for­mat ent­spre­chen und am Ende als trans­pa­ren­tes .PNG mit einem Schat­ten und mit der Arti­kel­num­mer als Datei­na­men expor­tiert wer­den. Da die Illus auch im Print wei­ter­ver­wen­det wer­den soll­ten, wünschte der Kunde das Anle­gen der Daten in Adobe InDesign.
Ein­zi­ger Haken an der Sache: Es ging um 9.000 Icons, die bin­nen zwei Wochen fer­tig sein sollten 😉

*gulp* Mal schnell 9.000 Icons machen … weiterlesen

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InDesign CS6 und El Capitan: Langsam …

Nach­dem ich vor ein paar Tagen App­les neues Mac OS X »El Capi­tan« instal­lierte, staunte ich nicht schlecht: Alles sehr geschmei­dig, alles gefühlt deut­lich schnel­ler, auch die Crea­tive Cloud läuft prima, nur … InDe­sign CS6 ist plötz­lich mega-langsam: Das Öff­nen und Schlie­ßen von Palet­ten dau­ert z.B. meh­rere Sekun­den (!!), sehr unschön, das.
Abhilfe schafft ein Apple: Java-Downgrade auf Ver­sion 6 (nicht wirk­lich ele­gant, aber es funktioniert).

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Verknüpfungen aus InDesign heraus umbenennen und neu verlinken

Dateien umbenennen und neu Verlinken in InDesignNach­dem ich gerade ein InDesign-Dokument bekom­men habe, in dem alle Ver­knüp­fun­gen »komi­sche« Namen hat­ten, dachte ich mir so: »Toll wäre doch jetzt, wenn ich direkt – ohne das Pro­gramm zu ver­las­sen – die Links umbe­nen­nen und direkt neu ver­knüp­fen könnte«. Hmm – geht aber halt nicht.

Aber: Sowas kann man scripten 🙂

InDe­sign selek­tiert nun ein Bild in mei­nem Doku­ment und öff­net ein klei­nes Fens­ter mit dem Datei­na­men des aus­ge­wähl­ten Bil­des. Dort kann ich einen neuen Namen für meine Ver­lin­kung ange­ben. Das Script ändert den Namen der Datei und aktua­li­siert anschlie­ßend die Ver­knüp­fung in InDesign.

Den Code dafür gibt es hier: Ver­knüp­fun­gen aus InDe­sign her­aus umbe­nen­nen und neu ver­lin­ken weiterlesen

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Händisch Suchen&Ersetzen war gestern

Dar­über, dass es für Suchen&Ersetzen in InDe­sign wirk­lich sehr ele­gante und tolle Tools gibt, dar­über hatte ich vor eini­ger Zeit schon geschrie­ben. Seit ein paar Wochen aber habe ich ein neues Lieb­lings­script »Find­Ch­an­ge­By­List«, das stan­dard­mä­ßig bei jeder InDesign-Installation in der Script-Palette mit­ge­lie­fert wird.

Per Text­da­tei kön­nen alle Suchen&Ersetzen-Vorgänge, die man in einem Doku­ment vor­neh­men will gesam­melt wer­den. Und (kras­ser »wow-Faktor«, wie ich finde) tat­säch­lich funk­tio­niert das auch noch mit über hun­dert Ein­trä­gen. Die jewei­li­gen S&E-Abfragen kön­nen auf Absatz– und/oder Zei­chen­for­mate beschränkt oder glo­bal ange­wen­det wer­den, zudem kann ange­ge­ben wer­den ob »nor­ma­les« Suchen und Erset­zen zum Ein­satz kom­men oder per GREP gesucht und ersetzt wer­den soll. Wahn­sin­nig hilf­reich, wenn man mit gro­ßen Doku­men­ten arbei­tet, die aus unter­schied­li­chen Quel­len kom­men, nach­her aber ein­heit­li­che Schreib­wei­sen auf­wei­sen sollen.

Tipp: Unbe­dingt mal aus­pro­bie­ren, lohnt sich!

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Umbrüche & Tabs / InDesign & Office

tables_id2xlsTja, manch­mal muss es eben Office sein: Der Kunde lie­fert Excel-Tabellen und die sol­len ins InDe­sign – so weit, so unspektakulär.
Aus dem fer­ti­gen InDesign-Dokument (inkl. der Kor­rek­tu­ren) soll dann wie­derum ein Excel-Dokument wer­den – klingt so weit auch mach­bar. Der Teu­fel steckt aber wie so oft im Detail:
• Wenn in Zel­len (ob in Excel o. in InDe­sign spielt dabei keine Rolle) Tabu­la­to­ren vor­han­den sind, man diese kopiert und ins jeweils andere Pro­gramm ein­fügt, pas­siert fol­gen­des: Aus einer Zelle, in der etwa 1<TAB>2 steht, wer­den 2 Spal­ten (eine in der 1 steht, in der zwei­ten steht die 2). Unschön!
• Tre­ten Umbrü­che in Zel­len auf, pas­siert das Glei­che: InDe­sign (bzw. Excel, je nach­dem, wo man die Daten gerade ein­fügt) sieht sich ver­an­lasst, den Umbruch als neue Zeile zu inter­pre­tie­ren. Igitt!

Der vor­erst ein­zige Work­a­round: Den Inhalt jeder ein­zel­nen Zelle mar­kie­ren (also als Text) und die­sen im ande­ren Pro­gramm wie­der in eine ein­zelne Zelle ein­fü­gen. pfui!

Oder aber – man macht’s mit einer Mischung aus InDesign-Script und Excel-Makro:
Im Pro­gramm, aus dem ich die Daten ins andere Kopiere, wer­den Tabu­la­to­ren auto­ma­tisch umge­schrie­ben in ###T###, Absatz­en­den in ###R###, und wei­che Umbrü­che in ###N###
Im der Appli­ka­tion, in der die Daten schließ­lich lan­den, wird nach dem Ein­fü­gen auto­ma­tisch wie­der der Ursprungs­zu­stand wiederhergestellt.

tabelle

Die jewei­li­gen Code-Listing dazu gibt’s hier.

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Zurück von der PUBKON

pubkon14In den letz­ten Jah­ren dachte ich immer: »PUBKON« das könnte inter­es­sant sein – die­ses Jahr habe ich es dann end­lich auch mal auf die Publishing-Konferenz nach Ber­lin geschafft.
Tat­säch­lich bin ich ziem­lich begeis­tert: Echte Cracks, die in ihren Vor­tä­gen aus dem Praxis-Nähkästchen plau­dern und Wis­sen ver­mit­teln, das so eben in kei­nem Hand­buch steht. Teil­weise sehr wit­zig, hier und da schlicht ver­blüf­fend und im Groß­teil aller Fälle wahn­sin­nig spannend.

Toll fand ich neben dem Pro­gramm auch die Loca­tion und die wirk­lich her­vor­ra­gende Orga.

Meine per­sön­li­chen Session-Highlights waren:

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Gastbeitrag im InDesign-Blog

InDesignblogTim vom indesign-blog.de hat kürz­lich ange­fragt, ob ich nicht Lust hätte dort einen Gast­bei­trag zu ver­fas­sen. Na klar hab ich dazu Lust! Als Thema habe ich mir die Deak­ti­vie­rung des PDF-Hintergrundexportes in InDe­sign aus­ge­sucht (der mich bis­wei­len stört) und über den ich vor eini­ger Zeit schon­mal hier berich­tete.

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äh … Danke !!

Neugierig auf das neue InDesign CC

Ähem … Irgend­wie hab ich ein schlech­tes Gewis­sen: Nach­dem ich vor­ges­tern noch so über die Crea­tive Cloud (vor Allem über das damit ver­bun­dene neue Abomo­dell) abge­rotzt hatte, habe ich ges­tern die InDesign-User-Group besucht und bei der dor­ti­gen Tom­bola ein ein­jäh­ri­ges Creative-Cloud-Abo gewon­nen, das von Adobe gespons­tert wurde. Nach dem Freuen kommt jetzt also das sym­bo­li­sche Mund-Mit-Seife-Auswaschen …

Ori­gi­nal vom 19.09.2013: Wenn­gleich mich das neue »Du kannst unsere Pro­gramme ab sofort nicht mehr kau­fen, son­dern musst sie nun Monat für Monat mieten«-Modell von Adobe kei­nes­wegs in Begeis­te­rungs­stürme versetzt(oder dras­ti­scher aus­ge­drückt: Wer hat sich die­sen haar­sträu­ben­den Blöd­sinn bloß aus­ge­dacht?), bin ich natür­lich extrem gespannt auf die neuen Pro­gramm­ver­sio­nen. Offen­sicht­lich hat sich bei InDe­sign an neuen Fea­tures wenig getan (ja, okay, man kann jetzt QR-Codes gene­rie­ren …), wenn aber der ePub-Export wirk­lich so dras­tisch über­ar­bei­tet wurde, wie es ges­tern auf den Adobe Crea­tive Days sug­ge­riert wurde, dann bin zumin­dest für’s Erste grob ruhig­ge­stellt. Mal schauen … Gott­lob darf man ja vorab noch Tes­ten. Na dann mal ab in die Cloud, die­sen dubio­sen Heilsbringer.

Danke – ich freu mich riesig 🙂

Und da ges­tern offen­sicht­lich Glücks­tag war,  gab es sogar noch einen wei­te­ren Knaller-Preis für mich. Wahnsinn!

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Freefont zum Download

donwload taschenmessergeliebte hereGes­tern bekam ich einige emails – von Leu­ten, die ich nicht kannte. Diese net­ten Men­schen woll­ten mich daran erin­nern, dass mein Font Taschen­mess­er­ge­liebte gerade das aktu­elle Kalen­der­blatt des Typo­da­ri­ums 2013 ziert (zuge­ge­ben: ich hätte es ohne Euch ver­ges­sen 🙂 Im Neben­satz hagelte es Fra­gen: Kannste nicht, haste nicht, was kost’s, wo gibt’s?
Ja, ich kann, die Taschen­mess­er­ge­liebte gibt’s hier, für lau & als True­type  für Mac & PC – viel Spaß damit (ach ja – und ich freu’ mich auf Mails mit Arbei­ten, in denen die Taschen­mess­er­ge­liebte auftaucht 🙂

Da es ansons­ten viel­leicht etwas arg müh­se­lig ist – gibt es hier noch die Tas­ta­tur­be­le­gung für die Sonderzeichen:

Tastaturbelegung der Sonderzeichen Font Taschenmessergeliebte

Und viel Spaß auch den Schü­lern, deren Leh­rer ange­fragt hat, ob er die Taschen­mess­er­ge­liebte nicht als Arbeits­ma­te­rial für den dies­jäh­ri­gen Pla­kat­wett­be­werb nut­zen darf!

 

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